Zur Stadt

Zur Stadt Burg

 

Burg, die Kreisstadt des Jerichower Landes, ist 25 km von der Landeshauptstadt Magdeburg, des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und 125 km von der Bundeshauptstadt Berlin entfernt.

Unsere Stadt ist über 1050 Jahre alt und wurde schon im Jahre 948 urkundlich als Marktsiedlung an der alten Handelsstraße zwischen Magdeburg und Brandenburg erwähnt . Durch die Ansiedlung von Flamen, unter Markgraf Albrecht dem Bären und dem magdeburgschen Erzbischof Wichmann von Seeburg, erlebte Burg im 12. Jahrhundert, so um 1170 einen frühen wirtschaftlichen Aufschwung. Diese Kolonisten brachten Kenntnisse der Tuchmacherei, des Bierbrauens und der Wasserregulierung mit in die Stadt. Somit gehörte Burg schon im 12. und 13. Jahrhundert zu den bedeutendsten Städten des mitteldeutschen Raumes.

 

Altes Stadtsiegel, Ende 13. Jh.

Flamen besiedeln unsere Gegend

Brauer

Weber

 

Ereignisse wie Kriege, Seuchen, Plünderungen und Brände bestimmten die Entwicklung der Stadt. 1359 vernichtete ein verheerender Brand dreiviertel der Fachwerkhäuser in der Stadt. Sie wurde von ihren Einwohnern wieder aufgebaut. Diese Ereignisse konnten die Herausbildung eines städtischen Gemeinwesens nicht aufhalten. Starke Handwerksinnungen stellten schon im 14. Jahrhundert die Ratsmitglieder und bildeten die wirtschaftliche Basis des Gemeinwesens.

Nach Magdeburg und Halle war Burg im 15. Jahrhundert die drittgrößte Stadt im Erzstift Magdeburg. 1581 erhielt Burg einen steinernen Roland. Dieser zeugt von den Privilegien der Stadt. Handel und Gewerbe blühten auf. 1626 unterbrach der 30-jährige Krieg die Entwicklung der Stadt. Durch den Beschuss der kaiserlichen Truppen wurde ein großer Teil der Häuser niedergebrannt. 1677 wurde Burg abermals von einer vernichtenden Feuersbrunst erfasst und 1682 nach Ausbruch der Pest lag die Stadt völlig da nieder.

Der Burger Bürgermeister Johann Mühlpfort sorgte für eine entscheidende Veränderung. Auf sein Drängen wurde die Stadt dem Kurfürstentum Brandenburg zugeteilt. Die Stadt erlebte dadurch einen kräftigen Aufschwung und die Aufwärtsentwicklung wurde durch die Einwanderung von waldenburgischen, französischen und pfälzischen Kolonisten noch gefördert. Besonders durch die Hugenotten wurden neue Handwerksformen in die Stadt gebracht. Die Bierbraukunst und das Tuchmacherhandwerk entwickelten sich zu einem wichtigen Burger Handelszweig.

Im 18. Jahrhundert zählte Burg schon zu den führenden preußischen Handwerks- und Gewerbestädten.

  • 1806 bis 1813 wurde Burg von Franzosen besetzt.
  • 1820 verbesserte sich die verkehrstechnische Lage durch den Bau der Landstr. nach Burg.

Burg vor 1835

1835 arbeiteten die ersten Dampfmaschinen in Burger Manufakturen. Die erste Dampfmaschine wurde bei den Tuchfabrikanten Gebrüder Gottfried und Ludwig Müller in der Oberstraße in Betrieb genommen.

1846 erfolgte die Eröffnung des durchgehenden Eisenbahnverkehrs zwischen Berlin und Magdeburg. Damit waren weitere gute Möglichkeiten für die industrielle Entwicklung gegeben. Neben der traditionsreichen Tuchindustrie entwickelte sich besonders die Lederindustrie.

 

1883 wurde die Schuhfabrik Firma Tack & Co. gegründet. Diese Entwicklung setzte sich fort bis ins 20. Jahrhundert. Betriebe des Maschinenbaus, der Metallindustrie sowie der Nahrungsindustrie (Burger Knäcke Werke) wurden gegründet und prägten das wirtschaftliche Bild der Stadt.

weitere erwähnenswerte Geschichtszahlen:

  • 1948 1000 Jahr-Feier der Stadt Burg
  • 1994 Vereinigung der Landkreise Burg und Genthin zum Landkreis Jerichower Land - Burg wird Kreisstadt
  • 1998 1050 Jahr-Feier der Stadt Burg
  • 2003 7. Sachsen-Anhalt-Tag in Burg

Die Stadt Burg versteht es, ihren Besucher das interessante geschichtliche Erbe nah zu bringen. Reste der Stadtmauer, enge steinerne Gassen oder einzigartige Kirchenbauten erinnern an eine andere Zeitepoche. So sind die im 12. Jahrhundert erbauten Liebfrauenkirche und Nicolaikirche die größten Granitkirchen ostwärts der Elbe. Zusammen mit der Johanniskirche und Petrikirche stellen sie bedeutende Denkmale der deutschen Nationalkultur dar. Dadurch wurde die Stadt Burg auch in die Touristikroute "Straße der Romanik" aufgenommen.

Die Umgebung von Burg bildet eine herrliche Naturlandschaft mit Kiefernwäldern im gesamten Kreisgebiet. Ideal sind die ausgiebigen Waldgebiete "Bürgerholz", Möser mit Quickborn", der Parchauer und Niegripper See. Hier finden Ausflügler Ruhe und Erholung. In der Stadt lädt der Flickschupark zu Spaziergängen ein. In der weiteren Umgebung von Burg ist das neue Wasserstraßenkreuz (das größte Europas) zu besichtigen.

Auch bedeutende Menschen lebten in der Stadt Burg.

Carl von Clausewitz wurde hier geboren. Seine international beachtete Grabstätte befindet sich auf dem Burger Ostfriedhof. Auch der Schriftsteller Theodor Fontane arbeitete 1840 kurzzeitig als Apothekenhelfer in der Stadt. Die bekannte Autorin Brigitte Reimann wurde in der Bahnhofstraße 5 geboren, einige ihrer Werke haben Bezug auf unsere Stadt z. B. der Roman "Franziska Linkerhand" Da die Stadt Burg im 2. Weltkrieges nicht zerstört wurde, dies ist der Besonnenheit des damals amtierenden Bürgermeisters Stöckel zu verdanken, ist der sichtbar historische Kern der Stadt erhalten geblieben. Viele historische Gebäude wurden in den letzten Jahren saniert, neue Wohnviertel kamen hinzu und seit 1991 entstand ein Industrie- und Gewerbepark.

Carl von Clausewitz

Geboren: 1780
Gestorben: 1831

preußischer General,
Heeresreformer und
Militärtheoretiker.

Theodor Fontane

Geboren: 1819
Gestorben: 1898

Schriftsteller

 

Brigitte Reimann

Geboren: 1933
Gestorben: 1973

Schriftstellerin

 

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