Der Wasserturm

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1902 konnten die Burger ihre Wasserhähne aufdrehen und hygienisch unbedenkliches Trinkwasser genießen.  Es wurde auch Zeit:  Denn 1899 hatte eine Thyphus-Epidemie viele Burger dahingerafft, besonders in der "Burger Mühlenstraße".  Die öffentlichen Brunnen mussten amtlich gesperrt werden.

Mit dem Bau der zentralen Trinkwasser-Versorgung und Abwasser-Entsorgung wuchs in Burg ein imposantes Bauwerk:  der Wasserturm auf dem Weinberg

Ursprünglich sollte er auf dem höchsten Punkt der Stadt entstehen, der sich an der Magdeburger Chaussee auf dem Gelände der heutigen Gärtnerei Mohrenweiser befindet.  Letztlich tat es der nur wenig niedrigere Weinberg auch – ein Glücksfall:  Wasserturm nebst Liebfrauenkirche ist seitdem ein beliebtes Burger Fotomotiv.

Gebaut wurde der Turm von der Firma des hiesigen Maurermeisters Ortloff.  Oft sollen sich die Maurer beim Lohnempfang gewundert haben, dass man ihnen Geld abzog.  Sie vergaßen, auf der höchsten Baustelle zu arbeiten.  So sah deren Chef immer, ob sie fleißig mauerten – oder sich lieber am guten Burger Bier labten.

Der Turm wuchs auf eine Höhe von 60 Meter.  Der obere Turmschaft beherbergt einen gusseisernen Wassertank, der gewaltige 400 m³ fasst.  Gewonnen wurde das Wasser "Am Holländer" aus sechs 30 Meter tiefen Rohrbrunnen, woran heute der Straßenname "Am Brunnenfeld" erinnert.

Aufbereitet wurde das kühle Nass im Wasserwerk Blumenstraße.  Von dort pumpte man das nun hygienisch saubere Wasser in den Wassertank des Turmes.  Nun konnten Menschen in jedem Haus und jedem Stockwerk, das an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen war, sich dieser Errungenschaft bedienen.

Eine Stadtansicht aus dem 17. Jh. bezeugt am Standort des Wasserturmes bzw. in dessen Nähe bereits eine 'Warthe' (Turm).

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