Die Gerberei

Einer der wichtigsten Industriezweige in Burg, war das Gerben. Um eine Gerberei betreiben zu können, wird viel Wasser benötigt. Was lag also näher, als die Ansiedlung der Gerbereien in Burg am Ufer der Ihle vorzunehmen, wo im Jahre 1840 bereits fünf Lohgerber und neun Weißgerber zu finden waren. Die Zahl der Gerbereien in Burg wuchs bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf 19 an. Das Haus in der Hainstraße 12, beherbergte bis 1991 mit der Gerberei Albrecht die letzte Gerberei von Burg. 1864 als Lohgerberei durch Theodor Albrecht gegründet, übernahm 1967 Lutz Albrecht die Gerberei und wandelte sie in eine Chromgerberei um. Unter anderem die abwassertechnischen Auflagen führten 1991 zur Schließung der Gerberei und mit Hilfe von öffentlichen Mittel begann man mit der Sanierung der Gerberei und erklärte diese 1993 zu einem technischen Denkmal von Burg

Heute vermitteln Maschinen, Geräte und Fertigprodukte in Führungen einen authentischen Einblick in die langwidrige Prozedur des Gerbens. Erfahren Sie, was es bedeutet, wenn einem die Felle davon schwimmen oder man sich die Blöße gibt. Außerdem ist die Gerberei heute Sitz des Heimatvereins Burg und Umgebung e.V., der die Geschichte der Stadt Burg pflegt und vermittelt.

Das Gerberwohnhaus aus dem 15./16. Jhdt. zählt zu den ältesten noch erhaltenden Fachwerkgebäuden der Stadt Burg. Tragende Pfeiler, die auf der Hofseite des Gebäudes in der Bauweise eines Hochständerhauses vom Boden bis unter das Dach ohne Unterbrechung reichen, kennzeichnen die Bauweise. Ein Nagel in einem Balken des Hauseingangs markiert den Stand des Hochwassers der Ihle von 1595.

Die Ausstellung ist zu Sonderöffnungen (Hoffest am 01. Mai, Tag des offenen Museums, Museumsnacht) zugänglich.

Führungen in der Ausstellung auf Anmeldung:

mittwochs zwischen 14:30 und 16:30 Uhr in der Hainstr. 11 in 39288 Burg persönlich bzw. unter Telefon 03921 983342 oder ständig unter Telefon 0176 3632 4098

Kosten: 3 EUR/Erwachsener bzw. 1,50 EUR/Besucher von 6 – 18 Jahren